10 Silberstücke und ein Kleid
Eine Übersetzung der berühmten Predigt "10 Shekels and a shirt" von Paris Reidhead.
Einleitung
Heute möchte ich über das Thema „Zehn Silberstücke und ein Kleid“ sprechen, so wie wir es hier in Richter 17 vorfinden. Ich lese das ganze 17. Kapitel und einige Teile aus dem 18. Kapitel, damit uns die Hintergründe klar werden. „Da war ein Mann auf dem Berg Ephraim mit Namen Micha“. Ein kleiner geschichtlicher Hintergrund: Den Amoritern wurde der Zutritt zu ihrem eigentlichen Erbteil durch die Amoriter verwehrt und sie wurden von den Amoritern ins Gebirge Ephraim gedrängt und lebten dort. Es ist eine traurige Sache, wenn die Kinder Gottes sich von der Welt in eine Ecke drängen lassen. So konnten sie nicht ihr Erbteil, und daraus folgten die Probleme, die wir in der Geschichte sehen.
Richter 17
Es war ein Mann auf dem Gebirge Ephraim, mit Namen Micha. Der sprach zu seiner Mutter: Die tausendundhundert Silberlinge, die dir genommen worden sind und derenthalben du den Fluch gesprochen und auch vor meinen Ohren gesagt hast, sieh, das Geld ist bei mir; ich habe es genommen. Da sprach sein Mutter: Gesegnet sei mein Sohn dem HERRN! Also gab er seiner Mutter die tausendundhundert Silberlinge wieder. Und seine Mutter sprach: Ich habe das Geld dem HERRN geheiligt von meiner Hand für meinen Sohn, daß man ein Bildnis und einen Abgott machen soll; darum so gebe ich's dir nun wieder. Aber er gab seiner Mutter das Geld wieder. Da nahm seine Mutter zweihundert Silberlinge und tat sie zu dem Goldschmied; der machte ihr ein Bild und einen Abgott, das war darnach im Hause Michas. Und der Mann Micha hatte also ein Gotteshaus; und machte einen Leibrock und Hausgötzen und füllte seiner Söhne einem die Hand, daß er sein Priester ward. Zu der Zeit war kein König in Israel, und ein jeglicher tat, was ihn recht deuchte. Es war aber ein Jüngling von Bethlehem-Juda unter dem Geschlecht Juda's, und er war ein Levit und war fremd daselbst. Er zog aus der Stadt Bethlehem-Juda, zu wandern, wo er hin konnte. Und da er aufs Gebirge Ephraim kam zum Hause Michas, daß er seinen Weg ginge, fragte ihn Micha: Wo kommst du her? Er antwortete ihm: Ich bin ein Levit von Bethlehem-Juda und wandere, wo ich hin kann. Micha aber sprach zu ihm: Bleibe bei mir, du sollst mein Vater und mein Priester sein; ich will dir jährlich zehn Silberlinge und deineKleidung und Nahrung geben. Und der Levit ging hin. Der Levit trat an, zu bleiben bei dem Mann; und er hielt den Jüngling gleich wie einen Sohn. Und Micha füllte dem Leviten die Hand, daß er sein Priester ward, und war also im Haus Michas. Und Micha sprach: Nun weiß ich, daß mir der HERR wird wohltun, weil ich einen Leviten zum Priester habe.
Richter 18
Zu der Zeit war kein König in Israel. Und der Stamm der Daniter suchte sich ein Erbteil, da sie wohnen möchten; denn es war bis auf den Tag noch kein Erbe auf sie gefallen unter den Stämmen Israels. Und die Kinder Dan sandten aus ihren Geschlechtern von ihren Enden fünf streitbare Männer von Zora und Esthaol, das Land zu erkunden und zu erforschen, und sprachen zu ihnen: Ziehet hin und erforschet das Land. Und sie kamen auf das Gebirge Ephraim ans Haus Michas und blieben über Nacht daselbst. Und da sie bei dem Gesinde Michas waren, erkannten sie die Stimme des Jünglings, des Leviten; und sie wichen von ihrem Weg dahin und sprachen zu ihm: Wer hat dich hierhergebracht? Was machst du da? Und was hast du hier? Er antwortete ihnen: So und so hat Micha an mir getan und hat mich gedingt, daß ich sein Priester sei. Sie sprachen zu ihm: Frage doch Gott, daß wir erfahren, ob unser Weg, den wir wandeln, auch wohl geraten werde. Der Priester antwortete ihnen: Ziehet hin mit Frieden; euer Weg, den ihr ziehet, ist recht vor dem HERRN. Da gingen die fünf Männer hin und kamen gen Lais und sahen das Volk, das darin war, sicher wohnen auf die Weise wie die Sidonier, still und sicher; und war niemand, der ihnen Leid täte im Land oder Herr über sie wäre, und waren ferne von den Sidoniern und hatten nichts mit Leuten zu tun. Und sie kamen zu ihren Brüdern gen Zora und Esthaol; und ihre Brüder sprachen zu ihnen: Wie steht's mit euch? Sie sprachen: Auf, laßt uns zu ihnen hinaufziehen! denn wir haben das Land besehen, das ist sehr gut. Darum eilt und seid nicht faul zu ziehen, daß ihr kommt, das Land einzunehmen. Wenn ihr kommt, werdet ihr zu einem sichern Volke kommen, und das Land ist weit und breit; denn Gott hat's in eure Hände gegeben, einen solchen Ort, da nichts gebricht an alle dem, was auf Erden ist. Da zogen von da aus den Geschlechtern Dan von Zora und Esthaol sechshundert Mann, gerüstet mit ihren Waffen zum Streit, und zogen hinauf und lagerten sich zu Kirjath-Jearim in Juda. Daher nannten sie die Stätte das Lager Dan bis auf diesen Tag, das hinter Kirjath-Jearim liegt. Und von da gingen sie auf das Gebirge Ephraim und kamen zum Hause Michas. Da antworteten die fünf Männer, die ausgegangen waren, das Land Lais zu erkunden, und sprachen zu ihren Brüdern: Wißt ihr auch, daß in diesen Häusern ein Leibrock, Hausgötzen, Bildnis und Abgott sind? Nun möget ihr denken, was euch zu tun ist. Sie kehrten da ein und kamen an das Haus des Jünglings, des Leviten, in Michas Haus und grüßten ihn freundlich. Aber die sechshundert Gerüsteten mit ihren Waffen, die von den Kindern Dan waren, standen vor dem Tor. Und die fünf Männer, die das Land zu erkunden ausgezogen waren, gingen hinauf und kamen dahin und nahmen das Bild, den Leibrock, die Hausgötzen und den Abgott. Dieweil stand der Priester vor dem Tor bei den sechshundert Gerüsteten mit ihren Waffen. Als nun jene ins Haus Michas gekommen waren und nahmen das Bild, den Leibrock, die Hausgötzen und den Abgott, sprach der Priester zu ihnen: Was macht ihr? Sie antworteten ihm: Schweige und halte das Maul zu und ziehe mit uns, daß du unser Vater und Priester seist. Ist dir's besser, daß du in des einen Mannes Haus Priester seist oder unter einem ganzen Stamm und Geschlecht in Israel? Das gefiel dem Priester wohl, und er nahm den Leibrock, die Hausgötzen und das Bild undUnd da sie sich wandten und hinzogen, schickten sie die Kindlein und das Vieh und was sie Köstliches hatten, vor sich her.
Hier ist die Geschichte: Dies sind Anhänge zum Buch der Richter, die uns ein Einblick in die sozialen Verhältnisse der Gesellschaft geben, zur Zeit, „als jeder tat was in seinen Augen recht war“ und „als es noch kein König gab“. Micha entschied sich, von seinem eigenen Geld ein eigenes Heiligtum zu bauen. Also machte er sich einen Schrein, und alle religiösen Instrumente wie das Ephod (der Leibrock in dem die Lose sind um den Willen Gottes zu erfahren) und die Teraphim (Hausgötzen, Bildnisse, die Gott verboten hatte).
Wir sehen hier in Micha das Verlange, so gut es eben geht, auszukommen: Er nahm ein bisschen von der Welt, ein bisschen von dem, was Israel von Gott offenbart wurde, und vermischte es, bis er etwas hatte, von dem er dachte, dass es Gott zufrieden stellt.
Kein Wunder, dass er sich über alle maßen freute, als ein Levit aus Bethlehem-Juda vorbeikam. (Gott hatte durch Mose den Leviten die Erlaubnis gegeben, in andere Stämme einzuheiraten, sie wurden dann den Stämmen zugerechnet)
Diesem jungen Mann gefiel das Leben nicht, dass ihm als Levit zukam, und in seiner Wanderlust machte er sich auf den Weg, ob er nicht irgendetwas finde, was ihm gefiel. Er wusste, Levit zu sein ist etwas Gutes, aber damit sollten auch Aufstiegsmöglichkeiten verbunden sein, und so kam er zu Micha, der ihm anbot, Priester zu werden. Micha machte ein Vertrag mit ihm: Du bist mein Priester und ich gebe dir dafür 10 Silberstücke und ein Kleid.
Das schien dem Levit ein angenehmes Leben zu versprechen, und so entschied er sich zu bleiben und diesem Religionsmix beizutreten.
Jetzt kommt der Stamm Dan ins Spiel. Die sollten eigentlich die Amoriter aus ihrem Erbteil vertreiben, aber das schien sehr kompliziert, und so suchten sie einen einfacheren Weg, um Land zu bekommen. Und Späher aus Dan kamen zu Micha's Haus und der Levit gab ihnen den „Segen des Herrn“. Si ehatten die Stadt Lais entdeckt, die mit ihren friedlichen und ungeschützten Bewohnern ein einfaches Ziel ergaben. Und sie dachten, dass es doch sehr nützlichz wäre, wenn man einen Leviten auf seiner Seite hatte.
So gingen sie ins Haus von Micha, nahmen alle wertvollen religiösen Gegenstände mit und überredeten den Levit – es ist erstaunlich, wie flexibel er war, und wie schnell er sich mit seinen neuen Arbeitgebern arrangieren konnte. Ein wenig logische und rationale Argumente reichten aus, und er sah ein, dass es viel besser wäre, einem Stamm zu dienen, als einem einzelnen Haus. Bei einem Stamm kann er seine Gaben viel besser einsetzen und so vielen Leuten dienen – einen weise Entscheidung. Also macht er sich auch kein schlechtes Gewissen, als sie seinen Herrn ausrauben. Aber er war wirklich weise, denn er stellte sich mitten unter das Volk – das war der sicherste Platz, für den Fall, dass sein alter herr seine weise Entscheidung nicht nachvollziehen kann und ihn zurückholen will.
Pragmatismus
Wie können wir diese Handlungsweise nennen und was können wir daraus für unsere Generation anwenden? Ich denke nicht, dass es unpassend ist, hier von „Nützlichkeits-Religion“ zu reden! Ich möchte auf eine Tatsache aufmerksam machen, das die herrschende Philosophie in unseren Tagen der Pragmatismus ist. Ihr versteht, was ich mit Pragmatismus meine: Wenn es funktioniert, dann ist es gut. Wenn es Erfolg verspricht, dann ist es richtig. Und in unseren Tagen ist der Prüfstein aller Prinzipien, aller Taten, aller Wahrheit, aller Arbeit, kurz gesagt, allen Lehren: Funktionieren sie? Bringen sie Nutzen? Prüfen wir mal einige Männer Gottes mit dieser Philosophie:
Noah war ein gewaltiger Schiffsbauer, aber seine Hauptarbeit war nicht Schiffe bauen, sondern Predigen. Und als Prediger war Noah ein Versager: Seine Frau, seine drei Kinder und deren Frauen – das war die ganze Frucht von 120 Jahre predigen. Sieben Bekehrungen in 120 jahren, das ist nicht sehr effektiv. Die meisten Missionsgesellschaften hätten so einen uneffektiven Missionar längst gefeuert. Als Schiffsbauer war Noah ziemlich gut, aber als Prediger ein Versager.
Und dann gibt es da einen anderen Mann Gottes, mit Namen Jeremia. Er war ein sehr wortgewaltiger Prediger, aber was die sichtbaren Resultate betrifft, war er noch schlimmer als Noah. Wir sehen, dass er es sich mit dem einfachen Volk, mit dem König und seinen Ministern und mit den Priestern verscherzte – niemand wollte etwas mit ihm zu tun haben, und niemand hörte auf ihn.
Und dann ist da noch unser Herr Jesus Christus selber: Nach den maßstäben des Pragmatismus hat er nicht viel bewirkt: Er hat es nicht geschafft, eine Kirche oder eine Denomination zu gründen. Er hat es nicht geschafft, eine eigene Schule zu gründen, nicht mal eine Missionsgesellschaft. Er hat nie ein Buch herausgegeben. Nachdem er so viele Wunder getan hatte, geheilt, ausgetrieben und Tausende gespeist hatte, waren am Ende nur noch 120 Leute übrig geblieben. Am Tag seines Todes, sagte ein Mann zu ihm: „Wenn dich auch alle verlassen, ich werde für dich sterben“. Jesus schaute diesen an und sagte: „Petrus, du kennst dein eigenes Herz nicht, du wirst mich noch bevor der Hahn kräht, dreimal verleugnen.“ Seine engsten Freunde verließen ihn.
Dies wirft die Frage auf, was ist dass Standardmaß des Erfolges, und wonach beurteilen wir unser Leben und unseren Dienst? Und die Frage die wir uns alle stellen müssen:
Ist Gott das Ziel, oder ist er der Weg zum Ziel?
Und du solltest dich sehr früh in deinem Christenleben entscheiden, ob du Gott als Weg zum Ziel betrachtest, oder ob du Gott als das Endziel betrachtest. Unsere Generation ist es gewohnt, jedem Erfolgreichen die Ehre zu geben, egal ob die geehrte Person dies Problem gelöst hat oder nicht. Solange jemand seine Arbeit tut, oder solange etwas gut funktioniert, bekommt er von unserer gut trainierten Generation sein „Gut gemacht“ - „Den sollten wir auf unserer Rechnung haben“
Und so müssen wir uns in unserem Leben und unserem Dienst selber die Frage stellen: Wollen wir Leviten sein, die Gott dienen für zehn Silberstücke und ein Kleid? Wir dienen eher den Menschen als Gott. Obwohl er ein Levit war, der religiöse Handlungen vollzog, suchte er einen Platz. Einen Platz, wo er Anerkennung bekommen würde, ein Platz, wo er akzeptiert wird, einen platz, der ihm Sicherheit verspricht, einen Platz, wo er in den Dingen glänzen konnte, die ihm wichtig erschienen. Seine ganze Beschäftigung war, religiösen Aktivitäten zu vollziehen, also brauchte er auch eine religiösen Beschäftigungsstelle. Und er war sehr erfreut, als Micha in einstellte. Er entschied, dass er zehn Silberstücke und ein Kleid wert war, und er war bereit, sich jedem zu verkaufen, der ihm mehr bot. Sollte ihm jemand ein besseres Angebot machen, würde er sich sofort an ihn verkaufen. Er hat sich selbst einen Wert zugemessen, und seine religiösen Aktivitäten waren nur der Weg zu diesem Ziel, und in der gleichen Weise war Gott selbst nur ein Weg zum Ziel.
Humanismus
Um die Verwicklungen der Geschichte im 20. Jahrhundert zu verstehen, müssen wir in der Geschichte 100, 150 Jahre zurückgehen, um einen geistlichen Konflikt zu beobachten. Gerade nach den großen Erweckungen in Amerika mit Finney, wo der Geist Gottes auf wunderbare Weise auf einige Teile unseres Landes ausgegossen wurde, kam aus Europa eine offene Attacke gegen unseren Glauben, unter dem Namen der Höheren Kritik. Darwin hat seine Evolutionstheorie veröffentlicht, einige Philosophen haben diese in ihre Philosophien übernommen, und die Theologen haben sie auf die Heilige Schrift angewandt. Und so wurde um 1850 der Angriff auf das Wort Gottes eröffnet. Obwohl Satan das Wort Gottes ständig angreift, so war es diesmal, als ob die Jagdsaison auf die Bibel eröffnet wurde, und Voltaire erklärte, dass er es noch erleben wird, dass die Bibel ein Relikt aus vergangenen Tagen sein wird, dass irgendwo in einem Museum herumsteht. Er war überzeugt, dass Gottes Wort durch die Argumentationen total zerstört wird.
Was hatte dies zur Folge? Der Humanismus wurde die Philosophie des Tages. Und man kann Humanismus auf folgende Weise definieren: Humanismus ist ein philosophisches Statement, dass erklärt: Das Ziel alles Daseins ist, dass der Mensch glücklich wird. Der Grund aller Existenz ist, dass der Mensch glücklich ist. Dem Humanismus zufolge ist das Heil also nur ein Weg, um möglichst viel Gutes aus dem Leben herauszuholen. Bist du von jemandem wie Nietzsche beeinflusst bist, der sagt, dass die einzige wahre Befriedigung im Leben Macht ist, und das Macht sich selbst rechtfertigt, und das insgesamt gesehen die Welt ein einziger großer Dschungel ist, und es einzig und allein am Menschen selber liegt, glücklich zu werden, Macht zu bekommen, und vor allem diese Macht um jeden Preis zu bekommen?Dass nur der glücklich werden kann, der eine vorherrschende Position hat? Diese Lehren bereiten den Weg für einen Diktator wie Adolf Hitler, er kann sie übernehmen und zu seinen Grundprinzipien machen, sie führen zu dem Schluss, dass es eine Herrenrasse geben muss, die bestimmt ist, über die Welt zu herrschen. Demnach sind alle Wege, mit denen wir uns dies zueigen machen können, unser Heil.
Natürlich sagt jetzt jemand anderes: Das ist falsch, Der Sinn des Lebens ist glücklich zu werden, aber der Weg um glücklich zu werden ist nicht, über andere zu herrschen, sondern das Glück kommt durch sinnliche Erfahrungen. So haben wir den Existenzialismus, durch den Frankreich heute charakterisiert wird und der den Beatniks und anderen Bewegungen den Boden geebnet hat. Da wird der Mensch zum triebgesteuerten Tier, dessen höchste Momente der Extase die Befriedigung der Triebe ist. Dies ist einer der Effekte des Humanismus, der Sinn alles Lebens ist die Zufriedenheit des Menschen. John Dewey, ein amerikanischer Philosoph, der die Erziehung maßgeblich beeinflusst hat, hat es geschafft, die Erzieher zu überzeugen, dass es keine absoluten Standards mehr gibt, dass das Ziel der Erziehung einzig und allein ist, dass das Kind lernt, sich selbst auszudrücken und sein Glück darin findet, dass zu sein, was es gerne sein möchte.
Also haben wir eine kulturelle Gesetzlosigkeit, wo jeder Mensch das tun kann, was in seinen Augen richtig ist und wir haben keinen Gott mehr, der über uns herrscht. Die Bibel hat ausgedient und wird nicht mehr anerkannt. Gott wurde vom Thron gestoßen, er existiert nicht mehr und hat schon gar nicht eine persönliche Beziehung zu den Menschen. Jesus Christus war entweder ein Mythos oder ein Mensch. Der Sinn des Lebens ist die Zufriedenheit des Menschen und der Mensch selber legt den Maßstab dieser Zufriedenheit fest und interpretiert ihn auf seine Weise.
Lieberal, Fundermental oder keins von beiden?
Jetzt gab es das Problem, dass die Religion trotzdem weiterexistieren musste, denn es gab so viele Menschen, die sich ihren Lebensunterhalt damit verdienten, und so musste ein Weg gefunden werden, um die Existenz der Religion weiter zu rechtfertigen. Und so ungefähr um 1850 teilte sich die Gemeinde in zwei Gruppen. Die eine Gruppe waren die Liberalen, die die Philosophie des Humanismus akzeptierten und mühsam ihre Wichtigkeit beweisen mussten, indem sie zu ihrer Generation sagten: Wir wissen nicht genau, ob es einen Himmel gibt, Wir können auch nichts über eine Hölle sagen, aber wir wissen eins: Ihr müsst ungefähr 70 Jahre lang leben, und wir wissen, es gibt einen Nutzen in der Poesie, in den hohen Gedanken und in noblen Sehnsüchten. Also ist es sehr wichtig, dass ihr Sonntags zur Kirche kommt, damit wir etwas Poesie lesen können und wir euch ein paar Sprichwörter, Axiome und Regeln geben können, nachdenen ihr euer Leben ausrichten könnt. Wir können leider nichts darüber sagen, was geschieht, wenn ihr sterbt, aber wir sagen dir eins: Wenn du jede Woche kommst, fleissig bezahlst und mit uns bleibst, dann geben wir dir Stoßdämpfer für den Wagen deines Lebens, damit deine Lebensreise etwas komfortabler wird. Über das Leben nach dem Tod können wir keine Auskunft geben, aber wenn du mit uns mitmachst, können wir dich glücklicher machen, solange du noch lebst. Dies ist ungefähr die Essenz des Liberalismus. Es ist nichts weiter, als etwas Zucker im bitteren Kaffee, um das Leben etwas zu versüßen. Dies ist alles, was die Liberalen zu bieten haben.
Dann gibt es in dieser Atmosphäre des Humanismus noch die andere Gruppe, die Opposition der Liberalen, dies ist die Gruppe, aus der ich komme, die Fundamentalisten. Sie sagen: Wir glauben an die Inspiration der Bibel! Wir glauben an die Göttlichkeit Jesu Christi! Wir glauben an eine Hölle! Wir glauben an einen Himmel!Wir glauben an den Tod und die Auferstehung Christi! Aber wir dürfen eins nicht vergessen, die Atmosphäre, in der diese Aussagen gemacht werden, ist die des Humanismus. Und der Humanismus lehrt, der Sinn des Lebens ist die Zufriedenstellung des Menschen. Humanismus ist wie der Gestank aus einer Grube, er durchdringt jeden Ort. Humanismus ist wie eine Infektion, eine Epidemie, alles wird angesteckt.
Und so dauerte es nicht lange, bis wir die Situation hatten, dass die Fundamentalisten sich untereinander alle kannten, weil sie gesagt haben "Wir glauben diese Dinge!". Sie waren größtenteils Menschen, denen Gott begegnet ist. Aber es dauerte nicht lange, und sie sagten: "Diese Dinge etablieren uns als Fundamentalisten, diese Lehren kennzeichnen uns!".
Die zweite Generation von ihnen sagte: "Dies ist der Weg, wie man ein Fundamentalist wird! Glaube an die Inspiration der Bibel, glaube an die Göttlichkeit Christi, glaube an Himmel und Hölle, an den Tod und die Auferstehung Christi! Und dann wirst du ein Fundamentalist."
Und so kam es zu unserer Generation: Willst du gerettet werden und das Heil bekommen, so musst du verstandesmäßig mit unseren Lehren übereinstimmen. Und eine Person wird als gerettet betrachtet, wenn sie zu vier oder fünf Lehren "Ja, ja" sagt. Wenn die Person weiss, an welcher Stelle sie "Ja, ja" sagen muss, kommt sofort jemand und klopft ihr auf die Schulter, schüttelt die Hand und sagt mit einem breiten Grinsen: "Bruder, du bist gerettet!".
Es ist soweit heruntergekommen, wo das Heil nichts weiter ist, als die Zustimmung zu einem Schema, ein paar Formeln, und das Ziel des ganzen war, dass das Heil zum Glück des Menschen erkoren wurde, denn es war alles verseucht vom Humanismus. Wenn du also die Entwicklung des Fundamentalismus im Gegensatz zum Liberalismus untersuchst, so kann man es wie folgt charaktierisieren:
Die Liberalen sagen: Das Ziel der Religion ist, den Menschen glücklich zu machen, solange er noch lebt. Die Fundamentalisten sagen: Das Ziel der Religion ist, den Menschen glücklich zu machen, nachdem er gelebt hat.
Und da haben wir es wieder: Das Ziel aller Religion ist die Zufriedenstellung des Menschen. Und so sagen die Liberalen: Durch soziale Veränderung, durch politische Umwälzungen werden wir die Lebenssituationen des Menschen verbessern, wir werden Drogenmissbrauch, Alkoholismus, und Armut besiegen. Wir werden den Himmel auf Erden machen und dich glücklich machen, solange du lebst. Wir wissen nicht, was danach kommt, aber wir versprechen dir ein glückliches und zufriedenes Leben hier auf Erden. Sie gingen voran und probierten es aus, und erlebten einen schrecklichen Rückschlag, den ersten Weltkrieg. Kurz darauf wurden sie vom zweiten Weltkrieg noch mehr getroffen, und es schien alles sinnlos.
Aber die Fundamentalisten gingen die gleiche Linie wie die Liberalen, und wir sehen bei ihnen folgendes:
"Akzeptiere Jesus, damit du in den Himmel kommst! Du möchtest bestimmt nicht in die dreckige, schlimme, böse Hölle kommen, wenn es doch einen wunderschönen Himmel da oben gibt. Komm zu Jesus, damit du in den Himmel gehen kannst!"
Dieser Aufruf ist genauso selbstsüchtig wie der Entschluss, eine Bank auszurauben, um umsonst Geld zu bekommen. So ein Aufruf an die Sünder klingt für die ganze Welt nach einer Einladung eine Tankstelle auszurauben um an Geld zu kommen, ohne dafür zu arbeiten.
Ich glaube, dass der Humanismus von allen philosophischen Stänkereien der tödlichste und zerstörerischste Gestank ist, der je über den Grubenrand der Hölle gekrochen ist. Er hat unsere Religion total durchdrungen. Und der Humanismus steht im äußersten und totalen Gegensatz zum Christentum. Unglücklicherweise wird das selten gesehen. In unserem Text sehen wir Micha, der seine kleine Kapelle haben möchte, und er möchte einen Priester, er möchte Gebet, und er möchte seine Andacht haben, damit mir der HERR wird wohltun (Ri 17,13). Und das ist Selbstsucht! Das ist Sünde! Der Levit kommt seines Weges und tappt genau in diese Falle. Denn er möchte ebenso seinen Platz, er möchte Bezahlung, Kleidung und Essen. Und damit sie beide ihre Wünsche erfüllt bekommen, verkaufen sie Gott. Für zehn Silberstücke und ein Kleid. Dies ist der Betrug aller Zeiten, dies ist der Betrug in dem wir Leben. Ich kann nicht sehen, wie Gott uns wieder erweckt, es sei denn, wir kommen zurück zu dem Christentum, das im direkten und totalen Gegensatz zu diesem stinkenden Humanismus steht, der im Namen des Herrn unsere Generation verseucht hat. Ich bin erschrocken, dass es so subtil ist, dass es überall hingelangt. Was ist die Essenz? Es ist dies: Die philosophische Forderung, dass der Sinn und das Ziel des Lebens die Zufriedenstellung des Menschen ist, wurde bekleidet über und über mit evangelikalen Begriffen, bekleidet mit biblischer Lehre, dass Gott im Himmel herrscht, damit die Menschen glückliche sind, dass Jesus Christus Mensch geworden ist, damit die Menschen glücklich sind, dass alle Engel einzig und allein für das Glück der Menschen existieren...Alles nur, damit der Mensch glücklihc sein kann! Und ich sage euch, dass ist UNCHRISTLICH!!! Ist der Mensch nicht glücklich? Hatte Gott nicht beabsichtigt, den Menschen glücklich zu machen? Doch. Aber als ein Nebenprodukt, und nicht als Hauptsache.
Verehrung des Lebens
Es war der gute Mann, der so bewundert wird von den verblendeten Denkern unserer Tage, dort draussen in Afrika, der gute Dr. Schweitzer. Gesegnet sei sein Herz, er ist ein brillianter Mann. Ein Philosoph, Doktor, Musiker, Komponist, unzweifelhaft ein brillianter Mann. Aber Dr. Schweitzer ist nicht mehr ein Christ als diese Rose, und er würde es als eine Beleidigung auffassen, wenn er ein Christ genannt würde. Christus hat keine Bedeutung für seine Philosophie. Dr. Schweitzer ist ein Humanist. Dr. Schweitzer saß auf einem Boot, und während er Richtung Kongo fuhr, beobachtete er die belgischen Beamten, die mit ihren starken Gewehren auf die Krokodile schossen. Sie waren da, und es war ihr Sport, auf Krokodile zu schießen, um möglichst viele zu töten. Eine kolossale Verschwendung des Lebens! Dort war es, wo Dr. Schweitzer die Essenz seiner Philosophie sah: Weisst du, wass es ist? Drei Worte nur: Verehrung des Lebens. Krokodilleben, Menschenleben, und andere Arten von Leben. Mein Freund, George Kline war in der Nähe von Dr. Schweitzers Station, und Dr. Schweitzer hatte die dreckigste Station in ganz Afrika. Denn er war so überzeugt von seiner Philosophie, doe Verehrung des Lebens, dass er sich weigerte, die Bakterien zu töten. Denn Bakterien sind auch Leben, und er wollte keine Art von Leben töten.
Dr. Schweitzers Orgel ging kaputt, und mein Freund, Mr. Kline war ein guter Orgelspieler, und auch ein Orgelmachaniker, also ging er zu Dr. Schweitzer, um die Orgel anzuschauen. Und Dr. Schweitzer fragte ihn: "George, kannst du meine Orgel reparieren?" Er sagte: "Lass mich es versuchen!" Und er schaute sich die Orgel an und fand in der Orgel ein Kakerlakennest. Und mit allem Eifer, den ein Amerikaner hat, begann er, die Kakerlaken zu zertrampeln, um auch nicht eine einzige entkommen zu lassen. Als der gute Dr. Schweitzer kam und dies sah, standen ihm alle Haare zu Berge und er sagte voller Zorn: "Du hörst sofort auf damit!" "Wieso? - Sie ruinieren deine Orgel!" "Das ist schon in Ordnung, es ist eben in ihrer Natur", sagte er, "Du kannst sie nicht töten!". Und einer seiner Jungen kam herbei und sammelte die übrigen Kakerlaken ein, legte sie in eine kleine Kiste und brachte sie in den Wald, um sie dort freizulassen.
Hier sehen wir einen Mann, der an seine Philosophie, die Verehrung des Lebens, glaubte. Und er war seiner Philosophie total hingegeben! Sogar wenn es um Kakerlaken oder Mikroben ging! Siehst du es? Dies ist die Konsistenz des Humanismus.
Ich frage dich, was ist die Philosophie der Mission? Was ist die Philosophie der Evangelisation? Was ist die Philosophie eines Christen?
Du fragst mich, warum ich nach Afrika ging, ich sage dir, ich ging vorrangig nach Afrika, um Gottes Gerechtigkeit zu verbessern. Ich dachte, es wäre nicht gerecht, wenn jemand zur Hölle gehen müsste, ohne eine Chance auf Rettung gehabt zu haben. Also ging ich, um den armen Sünderneine Chance zu geben, in den Himmel zu kommen. Wenn du diese kurze Beschreibung meiner Absichten analysierst, weisst du, was dabei herauskommt? Humanismus. Denn ich wollte einfach die Fürsorge Christi als einen Weg benutzen, um die schlechten menschlichen Bedingungen, das Leiden und das Elend, zu verbessern. Als ich dann in Afrika ankam, entdeckte ich, dass sie gar keinen armen, ignoranten kleinen Heiden waren, die im Dschungel herumliefen und auf jemanden warteten, der ihnen sagt, wie sie in den Himmel kommen können. Ich entdeckte, dass sie total Monster der Bösartigkeit waren. Sie hatten viel mehr Wissen und Kenntnis über Gott, als ich es mir jemals erträumt hatte, und sie lebten in totaler Ablehnung Gott gegenüber, obwohl sie von ihm wussten. Sie verdienten die Hölle! Denn sie lehnten es aufs äußerste ab, im Licht ihres Gewissens zu leben, im Licht des auf ihren Herzens geschriebenen Gesetzes, sie lehnten das Zeugnis der Natur ab und sie lehnten die Wahrheit ab, die ihnen bekannt war. Und als ich das herausbekam, ich versichere es dir, ich war so zornig auf Gott, dass ich in einem Gebet ihm sagte, dass es ein ziemlich...kleines Ding war, mich hier hinzuschicken, um diese ignoranten Menschen zu erreichen. Ich fand heraus, dass sie über den Himmel bescheid wussten, und trotzdem nicht dorthin wollten, dass sie ihre Sünde liebten und darin bleiben wollten.
Ich ging dorthin, motiviert durch den Humanismus. Ich hatte die Bilder von Leprakranken gesehen, ich hatte die Bilder von Geschwüren gesehen, von Beerdigungen, und ich wollte nicht, dass meine Mitmenschen nach so einem miserablen Leben dann auch noch in die Hölle kommen. Aber dort in Afrika begann Gott, meinen Humanismus aufzudecken. Es war an dem Tag, wo ich in meinem Schlafzimmer mit Gott rang. Es war die Tatsache, dass diese Leute, die sagten: "Komm und lehre uns", gar nicht gelehrt werden wollten, und auch gar nicht mit mir oder jemand anderem sprechen wollten. Sie hatten kein Interesse an der Bibel, kein Interesse an Christus, sie liebten ihre Sünde, und wollten mit der Sünde weitermachen. An dem Platz fühlte ich, dass das ganze eine Schande und ein Hohn war, dass ich eine Ladung Güter verkauft hatte. Ich wollte wieder nach Hause kommen.
Dort im Schlafzimmer, als ich Gott mein Herz ausschüttete, schien es, als ob ich ihn sagen hörte: "Ja, wäre nicht alles Gericht auf der Erde gerecht? Die Heiden sind verloren. Und sie gehen zur Hölle, nicht weil sie das Evangelium nicht gehört haben, sondern weil sie Sünder sind, die ihre Sünde lieben. Und deswegen wäre die Hölle nur gerecht. ABER ICH HABE DICH NICHT UM IHRETWILLEN HIERHINGESCHICKT. Ich habe dich nicht wegen ihres Schicksals zu ihnen gesandt." Und obwohl es keine physische Stimme war, hörte ich doch klarer als jemals zuvor, das Echo der Zeiten, wie es seinen Weg in einen offenes Herz findet. Ich hörte an jenem Tag Gott zu meinem Herzen reden, ungefähr so:
Ich habe dich nicht nach Afrika gesandt wegen des Schicksals der Heiden, ich habe dich um MEINETWILLEN NACH AFRIKA GESCHICKT. Sie haben nichts anderes als die Hölle verdient! Aber ICH LIEBE SIE! UND ICH HABE DIE SCHMERZEN DER HÖLLE FÜR SIE AUSGESTANDEN! ICH HABE DICH NICHT UM IHRETWILLEN ZU IHEN GESCHICKT! ICH HABE DICH UM MEINETWILLEN AUSGESANDT! VERDIENE ICH NICHT EINE BELOHNUNG FÜR MEINE LEIDEN? VERDIENE ICH NICHT DIE, FÜR DIE ICH STARB, ALS BELOHNUNG?
Das stellte alles auf den Kopf. Es änderte alles! Und es korrigierte alles. Ich arbeitete von jetzt an nicht mehr für Micha für zehn Silberstücke und ein Kleid. DENN JETZT DIENTE ICH DEM LEBENDIGEN GOTT! Ich war nicht wegen des Schicksals ein paar Heiden dort – Ich war dort in Afrika für den Retter, der die Schmerzen der Hölle ausgehalten hat, für Menschen, die dies nicht verdienten. Aber ER verdiente es. Denn er starb für sie.
Lass mich es zusammenfassen. Das Christentum sagt: Das Ziel allen Daseins ist die Verherrlichung Gottes. Humanismus sagt: Das Ziel allen Daseins ist die Zufriedenstellung des Menschen.
Das letztere ist in der Hölle geboren, die vergöttlichung des Menschen. Und das erstere, das ist im Himmel geboren, es ist die Verherrlichung Gottes. Das letztere ist ein Levit, der Micha dient, das erstere ist ein Herz, das nicht würdig ist, Gott zu dienen, denn ihm zu dienen ist die höchste Ehre im Universum.
Was ist mit dir?
Was ist mit dir? Warum hast du dich bekehrt? Ich würde gerne wieder ein paar biblische Belehrungen sehen. George Whitefield kannte sowas. Er stand vor 20 000 Menschen und predigte ihnen: "Hört zu, ihr Sünder, ihr seid Monster, Monster der Ungerechtigkeit! Ihr verdient die Hölle! Und das schlimmste von euren Verbrechen ist, dass ihr es nicht einseht! Wenn ihr nicht wegen eurer Sünden und Verbrechen gegen einen heiligen Gott weint, George Whitefield wird für euch weinen! Und er heulte wie ein kleines Kind. Warum? Weil sie in der Gefahr der Hölle standen? Nein! Weil sie Monster der Ungerechtigkeit waren, die noch nicht einmal das Ausmaß ihrer Sündhaftigkeit gesehen haben, noch sich darum irgendwie gekümmert haben. Siehst du den Unterschied? Siehst du den Unterschied? Der Unterschied ist dieser: Da weint jemand, weil es einigen in der Hölle schlecht ergehen wird.UND ER HAT KEINEN BLASSEN SCHIMMER VON DEM AUSMAß SEINER SCHULD! UND KEINE VORSTELLUNG VON DEM AUSMA? SEINER VERBRECHEN UND DER BELEIDIGUNG GOTTES! Hier weint jemand, weil seine Haut angesengt wird. Er hat Angst, und obwohl Angst manchmal ein gutes Werkzeug ist, um uns für die Gnade vorzubereiten ist es doch nicht ein Platz um aufzuhören – und der Heilige Geist wird wird auch nicht hier aufhören. Das ist der Grund, wieso niemand Christus als Retter erfahren kann, solange er nicht Buße getan hat. Und niemand kann Buße tun, solange er nicht überführt ist. Und die Überführung ist ein Werk des Heiligen Geistes, dass einem Sünder hilft, zu sehen...DASS ER EIN KRIMINELLER VERBRECHER VOR GOTT IST, UND DASS ER DIE GANZE WUT GOTTES EIGENTLICH VERDIENT HÄTTE. UND WENN GOTT IHN IN DIE DRECKIGSTE ECKE DER HÖLLE SCHICKEN WÜRDE FÜR IMMER UND ZEHN EWIGKEITEN, ER HÄTTE ES ALLES VERDIENT. Und hundertfach mehr. Er kennt seine Verbrechen, aber er ist sich seiner Schuld nicht bewusst.
Die Prediger
Dies ist der Unterschied zwischen einem Prediger des 20. Jahrhunderts und einem John Wesley. Wesley war ein Prediger der Gerechtigkeit, der die Heiligkeit Gottes erhoben hat. Wenn er da stand und seinen zwei- bis dreistündigen Predigten, die er gewöhnlich im Freien hielt und in denen er die Heiligkeit Gottes betonte, das Gesetz und die Gerechtigkeit und die Weisheit Gottes erhob. Und die Gerechtigkeit eines göttlichen Zorn und Gerichts! Er würde sich an die Sünder wenden und ihnen von dem Ausmaß ihrer Schuld erzählen, von ihrer offenen Rebellion, ihrem Hochverrat, ihrer Anarchie gegen Gott, und die Kraft Gottes würde so auf die Zuhörer fallen, wie es in einem Fall bestätigt ist, dass 1800 Leute total bewusstlos auf dem Boden lagen, denn sie hatten eine Offenbarung der Heiligkeit Gottes bekommen und in dem Licht dieser Offenbarung haben sie das Ausmaß ihrer Sünde gesehen und Gott hatte ihr Herz und Verstand so durchdrungen, dass sie sich nicht mehr halten konnten und auf den Boden fielen.
Es war nicht nur in Wesleys Tagen, es geschah genauso in Amerika, New Haven, Connecticut, Yale. Ein Mann mit Namen Redfield tat seinen Dienst drei Jahre lang in New Haven. Es war in den Tagen des ersten großen Yale Ball, im 18. Jahrhundert. Die Polizisten wurden angewiesen, wenn sie jemanden auf dem Boden liegen sahen, sollten sie hingehen und den Atem riechen. Roch er nach Alkohol, so wurde er eingesperrt. Lag jemand auf dem Boden und roch nicht nach Alkohol, so hatte er die "Redfield Krankheit". Und alles was du tun musstest, wenn jemand "Redfield Krankheit" hatte, war, in in eine ruhige Ecke zu bringen, und ihn dort lassen, bis er wieder zu sich kommt. War dieser früher ein Trinker, so würde er dann aufhören zu trinken, war er früher grausam gewesen, so würde das aufhören, war er unmoralisch, so würde er seine Unmoral aufgeben, war jemand ein Dieb, so würde er das Gestohlene zurückerstatten. Denn diese Person hatte die Heiligkeit Gottes gesehen, das volle Ausmaß seiner Sünde, und der Geist Gottes hatte diese Leute in die Bewusstlosigkeit getrieben, weil die Last ihrer Schuld so groß war. Und irgendwie, in der sich verbreitenden Kraft Gottes, taten die Sünder Buße und kamen zu Christus.
Der Unterschid
Bei diesen Ereignissen gab es einen Unterschied! Diesen Männern Gottes ging es nicht darum, GUTE MENSCHEN zu überzeugen, dass sie Probleme mit einem BÖSEN GOTT haben. Es ging ihnen vielmehr darum, BÖSE MENSCHEN davon zu überzeugen, dass sie den Zorn, die Strafe und das Gericht eines GUTEN GOTTES verdient haben. Die Konsequenz einer solchen Predigt war eine Buße, die zum Glauben führte, und somit auch zum wahren Leben. Liebe Freunde, es gibt nur einen einzigen Grund für einen Sünder, Buße zu tun, und dieser einzige Grund ist Jesus Christus, denn Jesus Christus verdient die Anbetung, die Verehrung, die Liebe und den Gehorsam des Sünders. Nicht um in den Himmel zu kommen. Wenn der einzige Grund, aus dem Du Buße getan ist, war um in den Himmel zu kommen, dann bist du nicht mehr als ein Levit, der sich für zehn Silberstücke und ein Kleid verkauft hat. Das ist alles, was du dann bist. Du versuchst Gott zu dienen, damit er dir Gutes tut. Aber ein bußfertiges Herz ist ein Herz, dass gesehen hat, was für ein unglaublichen Verbrechen es ist, mit Gott herumzuspielen, seine Gerechtigkeit und sein Gericht zu verneinen und ihm die wahre Anbetung und den Gehorsam zu verweigern, den er verdient!
Wieso soll also ein Sünder Buße tun? Weil Gott seinen Gehorsam und seine Liebe verdient hat, und weil er sich geweigert hat, dieses Gott zu geben. Wenn er Buße tut, um etwas von Gott zu bekommen, dann ist das nichts anderes, als der Versuch, Gott über den Tisch zu ziehen.
Wieso sollte ein Sünder seine Sünde aufgeben? Wieso sollte er herausgefordert werden, dies zu tun? Wieso soll er etwas wiedergutmachen, wenn er sich bekehrt? Weil Gott den Gehorsam, den er fordert, auch verdient hat!
Ich habe mit Leuten gesprochen, die sich nicht sicher sind, ob ihre Sünden vergeben sind. Sie möchten sich sicher fühlen, bevor sie sich Christus ausgeliefert und ganz hingegeben haben. Aber Ich glaube, dass die einzigen, denen der Geist Gottes das Zeugnis gibt, dass sie seine Kinder und wiedergeboren sind, sind die Menschen, die ungefähr diese Haltung haben: Jesus, ich werde dir gehorchen, ich werde dich lieben und dir dienen, und alles das tun, was du sonst noch von mir willst, so lange wie ich lebe, selbst wenn du mich dafür in de Hölle schickst, aber ich werde es tun, einfach deshalb, weil es wert bist, dass man dich verehrt, anbetet und liebt, und ich werde nicht versuchen, dich über den Tisch zu ziehen um etwas von dir zu bekommen. Siehst du es? Dies ist der Unterschied, zwischen einem Levit, der sich für zehn Silberstücke und ein Kleid verkauft, einem Micha, der seine Andacht und seine Kapelle haben will, damit Gott ihm was Gutes tut und ihn segnet und einem Sünder, der Buße tut für die Verherrlichung Gottes.
Wieso sollte eine Person zum Kreuz kommen? Wieso sollte eine Person den Tod Christi als den eigenen annehmen? Wieso sollte jemand willig sein, sich mit seinem Tod und seiner Auferstehung identifizieren, mit ihm ins Grab zu steigen und wieder hinauf? Warum? WEIL ES DER EINZIGE WEG IST, WIE EIN MENSCHLICHES WESEN GOTT VERHERRLICHEN KANN. ES IST DER EINZIGE WEG, AUF DEM GOTT ETWAS EHRE AUS EINEM MENSCHEN HERAUSHOLEN KANN. Anders kann er keinen Ruhm von einem Menschen bekommen. Wenn du sagst, jemand soll diese Dinge tun, damit er irgendwas von Gott bekommt, sei es Freude, Friede, einen bestimmten Segen, Ruhm oder sonstwas, es ist nichts anderes als das was der Levit und Micha getan haben. Es gibt nur einen einzigen Grund für dich, ans Kreuz zu kommen, und dass ist, damit Gott du die Herrlichkeit, die du ihm schuldig bist, endlich bringen kannst. Denn kein Fleisch darf sich vor dem Herrn rühmen. Und bis du endlich das heiligende Werk Gottes durch den Heiligen Geist verstanden hast, indem du dich mit dem Tod, der Beerdigung und der Auferstehung Christi identifizierst, musst du Gott dienen mit dem was du hast, und alles das ist unter dem Urteil des Todes: Deine menschliche Persönlichkeit, deine menschliche Natur, deine menschliche Stärke, deine menschliche Energie - damit kann man Gott nicht verherrlichen, es ist unmöglich.
Der Grund für dich, an das Kreuz zu gehen, ist nicht, um Sieg zu bekommen. Du wirst Sieg bekommen, das ist sicher. Der Grund ist auch nicht, um Freude im Leben zu bekommen, du wirst Freude haben. Aber der Grund ist der, zusammen mit Paulus zu sagen: Ich bin mit Christus gekreuzigt! (Gal 2,20). Es geht nicht darum, was du alles aus Gott herausholen kannst, sondern darum, was Gott aus dir alles an Herrlichkeit herausholen kann. Warum bist du immer noch nicht durchgedrungen, um in der Fülle des Geistes zu leben? Ich sage dir, warum! Denn der einzige mögliche Weg, um Christus mit dem eigenen Leben zu verherrlichen, ist der, dass diese Leben sich von seiner Gegenwart füllen lässt und dass ER selbst SEIN LEBEN durch dieses Leben leben kann.
Das geniale an unserem Glauben ist nicht, dass wir, wo wir gerade angeheuert werden, Gott dienen, so wie der Levit es getan hat. Niemals! Das geniale an unserem Glauben ist, dass wir an einen Platz geführt werden, an dem wir erkennen, dass wir gar nichts, aber auch wirklich gar nichts tun können. So dass wir einsehen, wir können nichts anderes tun, als uns als lebendige Gefäße Gott hinzugeben und zu sagen: Herr Jesus, du musst es füllen. Und alles was getan werden muss, dass muss von dir getan werden, und es muss für dich getan werden. Aber ich kenne so viele Menschen, die versuchen, die Fülle des Geistes zu erlangen, um Gott für ihre Zwecke zu benutzen.
Die Kraft des Geistes
Ein junger Prediger kam zu mir, in Huntington, West Virginia. Er sagte: "Bruder Reidhead, ich habe eine großartige Gemeinde. Ich habe ein wunderbares Sonntagschulprogramm, eine eigene Radiosendung, und es wächst, aber ich bemerke eine persönliche Not und einen Mangel, ich muss vom Heiligen Geist mit Kraft ausgerüstet werden, ich muss mit dem Heiligen Geist erfüllt werden!
Und jemand sagte mir, dass Gott etwas für dich getan hat, und ich frage mich, ob du mir nicht helfen könntest?"
Ich schaute mir diesen Bruder an, und wisst ihr, wem er ähnelte? MIR. Er sah genauso aus wie ich – Ich sah in ihm alles, was ich auch in mir sah. Du denkst vielleicht, ich sollte sagen "Was ich FRÜHER in mir sah" – Nein, hör mir zu, wenn du jemals dich selbst gesehen hast, dann wirst du wissen, dass du niemals etwas anderes sein kannst. Denn in mir und in meinem Fleisch wohnt nichts Gutes (Röm 7,18). Er ähnelte mir.
Er war wie einer, der mit einem großen, teuren Cadillac vorfuhr, zu einer Tankstelle, und lässig sagte: "Einmal auffüllen bitte, mit dem besten Treibstoff den ihr habt!". Genauso einen Eindruck macht er, er wollte Kraft für sein frommes Programm. Aber Gott ist nicht der Weg zu irgendeinem von Menschen ausgedachten Ziel. Gott stellt sich nicht für die Zwecke der Menschen zur Verfügung. Ich sagte zu ihm: "Es tut mir schrecklich leid, aber ich kann dir nicht helfen." Er fragte mich, wieso denn nicht. Ich antwortete: "ich denke nicht, dass du dafür bereit bist. Du betrachtest dich als jemand, der mit seinem teuren Cadillac hier vorfährt, du erzähltest von deiner Sonntagschule, deinen Radiosendungen, dein Programm und deine Gemeinde. Das hört sich alles sehr gut an. Du hast es sehr weit gebracht ohne die Kraft des Heiligen Geistes."
Das ist genau das, was der chinesische Christ sagte, als er zurück nach China ging und gefragt wurde, wass ihn in den USA am meisten beeindruckt hätte. Er sagte: "Die großen Dinge, die ihr ohne Gott tun könnt" – und genau das beschrieb diesen jungen Prediger, der zu mir kam, er hat ohne Gott viel vollbracht. Und jetzt möchte er noch etwas mehr Kraft, um seine eigenen Ziele noch weiter zu vervollständigen. Ich antwortete ihm: "Nein, solange du am Steuer sitzt und zu Gott sagst, er soll dir Kraft zum weiterfahren geben, solange wird es nicht funktionieren. Du musst dich auf den Beifahrersitz setzen!". Aber ich kannte diesen jungen Mann, denn ich kannte mich – und ergänzte: "Nein, dass wird auch nicht funktionieren. Du musst dich auf den Rücksitz deines großen Autos setzen" – und in Gedanken sah ich, wie er auf dem Rücksitz saß und versuchte, trotzdem nach dem Lenkrad zu greifen – "Nein", korrigierte ich mich, "Das wird es auch nicht tun, bevor Gott dir irgendetwas gibt, weisst du, was du vorher tun musst?" Er fragte: "Was muss ich tun?"
"Du musst aus dem Auto austeigen, die Schlüssel herausziehen, den Kofferraum öffnen, die Autoschlüssel dem Herrn Jesus geben, in den Kofferraum einsteigen, von innen die Kofferraumtür schließen und durch das Schlüssellüch deines Kofferraums flüstern: 'Herr, füll dieses Fahrzeug mit dem was du willst, und von heute an fährst nur noch Du und Du allein!'.
Deswegen lernen so viele Menschen nicht das überfließende Leben in Christus kennen. Denn sie möchten wie der Levit sein mit seinen zehn Silberstücken und einem Kleid. SIE DIENEN MICHA, UND SIE DENKEN INSGEHEIM: WENN ICH DIE KRAFT DES HEILIGEN GEISTES HÄTTE, DANN BRÄUCHTE ICH NICHT MICHA ZU DIENEN, DANN KÖNNTE ICH DEM GANZEN STAMM DAN DIENEN.
Es wird niemals funktionieren. Nie und nimmer. Es gibt nur einen Grund, warum Gott dich braucht, und dass ist, um dich an den Platz der Buße und Umkehr zu führen, wo du dich dafür entschuldigst, dass du ihm verweigert hast, was ihm zusteht. Und im Sieg wirst du zu dem Platz des Todes gebracht, so dass er regieren kann. Und in der Fülle ist Christus fähig, in dir zu leben und zu wandeln. Deine Einstellung muss wie die von Jesus sein, als er sagte: Ich kann nichts von mir selbst aus tun (Joh. 8,28). Ich kann nicht aus mir selbst reden, ich kann nicht aus mir selbst Pläne schmieden. Der einzige Sinn, das einzige Ziel meiner Existenz ist die Verherrlichung Gottes in Jesus Christus. Wenn ich zu dir sagen würde: "Komm und lass dich erretten, damit du in den Himmel kommst, komm zu Kreuz, damit Du Freude und Sieg erlebst, komm zur Fülle des Geistes, damit du ein glückliches Leben hast" – Ich wäre in die Falle des Humanismus geraten.
Ich sage dir, mein lieber Freund, wenn du hier bist ohne Christus, dann komm zu Jesus Christus und diene ihm solange du lebst, selbst wenn du zur Hölle gehst, DENN ER IST WÜRDIG!
Ich sage dir, mein lieber christlicher Freund, komm zum Kreuz, identifiziere dich mit dem Tod, Begräbnis und Auferstehung Christi, und lerne, was es heisst, dem Selbst zu sterben, damit ER die Ehre bekommt. Ich sage dir, wenn du das Leben in der Fülle des Geistes nicht kennst, komm und gib dich selbst als lebendiges Opfer, and lass dich von ihm füllen, damit er seine Absichten, seine Ziele mit dir verwirklichen kann und damit ER Ehre durch dein Leben bekommt. Es geht nicht darum, was DU von Gott bekommst, sondern was ER von dir bekommt!
Lasst uns ein für allemal Schluss machen, mit dem Pragmatismus, den Nützlichkeits-Denken, dass Gott als einen Weg benutzt, um an ein bestimmtes Ziel zu gelangen, anstatt ihn zum herrlichen Ziel darzustellen. Lasst uns aufgeben, sagt Micha, dass wir keine Minute länger seine Priester sein wollen, die für zehn Silberstücke und ein Kleid dienen. Lasst uns dem Stamme Dan sagen, dass es vorbei ist. Wir wollen kommen und uns selber zu den Füßen des durchbohrten Sohnes Gottes hinwerfen und ihm sagen, dass wir ihm gehorchen und ihm dienen, solange wir leben, und dass alles nur, WEIL ER ES WERT IST!
Das Lamm, dass geschlachtet wurde
Zwei junge Moravier hörten von einer Insel im Atlantik, wo ein atheistischer Brite als Plantagenbesitzer ungefähr 2000 bis 3000 Sklaven hatte. Und er sagte: Kein Prediger, kein Geistlicher wird jemals seinen Fuß auf dieses Land setzen. Selbst wenn er vor dieser Insel Schiffbruch erleidet, dann werde ich ihn in ein abgelegenes Haus bringen, und ihn dort verwahren, bis er nach Hause fährt, und er wird kein einziges Wort über Gott zu irgendeinem von uns sagen, ich hab genug von diesem Unsinn.3000 Sklaven, die aus dem Dschungel von Afrika zu einer Insel im Atlantik gebracht wurden und dort leben und sterben müssen ohne je ein einziges Wort von Christus gehört zu haben.
Zwei junge Moravier hörten dies. Sie verkauften sich selbst dem britischen Plantagenbesitzer als Sklaven, und das Geld dass sie dadurch bekamen benutzten sie, um die Schiffsfahrt dorthin zu bezahlen, denn der Plantagenbesitzer bezahlte ihnen nicht mehr, als irgendeinem seiner Sklaven aus Afrika und wollte auch nicht die Überfahrt bezahlen. Als das Schiff vom Hafen in Hamburg ablgen wollte, waren viele Moravier aus Herrnhut gekommen, um diese zwei jungen Missionare, die ungefär Mitte zwanzig waren, zu sehen. Sie würden niemals zurückkommen, denn dies war nicht ein Vierjahreseinsatz, sie haben sich komplett in lebenslange Sklaverei verkauft. Als einfache Sklaven konnte sie als Christen unter den anderen Sklaven leben. Ihre Familien weinten, denn sie wussten, sie werden diese beiden nie wiedersehen. Und sie haben sich gefragt, warum sie sowas überhaupt tun, und haben es angezweifelt, ob das überhaupt weise ist. Und als der Abstand des Schiffes zum Pier sich vergrößerte, und die beiden jungen Herrnhuter ihre Verwandten am Pier stehen sahen, fassten sie sich an der Hand, und erhoben diese und schrien zu ihren über den Abstand diese letzten Worte, die lezten, die man jemals von ihnen hörte, und es waren folgende Worte:
MÖGE DAS LAMM, DAS GESCHLACHTET WURDE DIE BELOHNUNG SEINER LEIDEN EMPFANGEN!!!
Dies wurde das Motto der Herrnhuter Mission. Und dies ist der einzige Grund, warum wir existieren. Damit das Lamm, das geschlachtet wurde, die Belohung seiner Leiden empfängt.